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Wissen ist kein Luxusgut mehr, sondern Massenware

Wissen ist kein Luxusgut mehr, sondern Massenware

Wie „Open Source Wissen“ den Markt und den Wettbewerb nachhaltig verändern

Denken Sie an die Zeit zurück, in der es noch kein Internet gab. Wie haben Sie sich die Informationen verschafft, die sie haben wollten? Schwer war dies sicherlich nicht. Ein Anruf, der Kauf von Fachzeitschriften, ein Blick in die Zeitung. Informationen bekommen? Kein Problem! Gleichzeitig bedeutete dies, Sie waren an die Gesprächszeiten Ihrer Ansprechpartner gebunden, mussten sich nach den Öffnungszeiten diverser Geschäfte oder nach dem Redaktionsplan der Zeitungen richten. Wieder heißt es: Informationen, ja! Fragt sich nur wann und ob sie relevant für einen waren.

Diese Art der Informationsbeschaffung war zielgerichtet und auf den Punkt. Man wusste nur, was man wissen will bzw. muss. Wissen war ein Luxusgut. Man war Experte auf seinem Gebiet. Und nur auf seinem Gebiet.

Jeder kann ein „Experte“ sein

Heute hat sich der Wissenstransfer ins Unendliche entwickelt. Diese Aussage hört sich im ersten Moment übertrieben an. Betrachtet man allerdings die Möglichkeiten sich zu informieren, die Masse an greifbaren Informationen und die Geschwindigkeit, in der sich diese verbreiten bzw. neu hinzu kommen, ist unsere Annahme doch realistisch. Es gibt kein Thema, über das man sich nicht in der digitalen Welt einlesen kann. Bis man sich selbst als „Experte“ fühlt. Selbst der Besuch beim Internet Doktor ist kein Problem. Symptome und Beschwerden in die Suchmaschine eingeben, schon weiß man, was man hat und was dagegen hilft. Leider eine sehr gefährliche Art der Informationsbeschaffung, von der man großen Abstand nehmen sollte. Aber immerhin besteht die Möglichkeit der Selbstdiagnose.

Doch was bedeutet dies Informationsvielfalt für Unternehmen?

Unternehmen sind durch diese Entwicklung für Außenstehende transparenter, als es ihnen oft lieb ist. Einerseits kommt man nicht herum, zum Beispiel sein Leistungs- oder Produktportfolio oder seine Unternehmensphilosopohie in Internet zu präsentieren. Man will ja auch im Bereich Marketing „State of the Art“ sein. Andererseits schafft man seiner Zielgruppe so die einfache Möglichkeit, die Wettbewerber zu vergleichen. Man ist nicht mehr alleine auf dem Markt, sondern einer von Vielen.

Wie wirkt sich das Open Source Wissen auf die Wertschöpfungskette aus?

Das Wissen und die Informationsvielfalt kann man ohne Weiteres als Open Source bezeichnen. Open Source ist ein Begriff, den man hauptsächlich aus der Informatik kennt. Prominentestes Beispiel ist hier sicher das Betriebssystem LINUX. Der Benutzer kann nicht nur den Quellcode einsehen, sondern auch aktiv daran arbeiten und so das Programm weiter entwickeln.

Und Weiterentwicklung ist die Pointe der Geschichte

Das greifbare Wissen sollte von jedem Geschäftsführer auch genutzt werden, um sich Denkanstöße und Ideen für eine innovative Entwicklung seines Unternehmens geben zu lassen. Angefangen zum Beispiel bei Themen erneuerbarer Energien, der neuen Materialvielfalt, innovative Herstellungsprozesse oder moderne Vertriebswege. Hierdurch erschließen sich teilweise auch ganz neue Geschäftsfelder, die ein Unternehmer ohne die Nutzung des Open Source Wissens sicher nicht so schnell für sich entdeckt hätte.

Werden Sie Akteur auf dem Markt – oft helfen dabei schon keine Veränderungen

Die neuen Beschaffungsmöglichkeiten des Luxusgutes „Wissen“ sollen Unternehmen helfen, sich ehrlich und objektiv selber den Spiegel vorzuhalten, um festzustellen, ob sie noch auf dem richtigen Weg sind. Denn, die Konkurrenz schläft nicht. Die Akteure auf dem Markt sind in ständiger Bewegung. Und sie sind es, die den Markt und seine Entwicklung bestimmen. Ist man in der Situation reagieren zu müssen, sind die Wettbewerber meist schon weit an einem vorbeigezogen. Dabei helfen oft nur kleine Veränderungen, um vom Nachzügler zum Akteur auf dem Markt zu werden. Wir nennen dies den „smart turn effect„.

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